Komponistinnen vorgestellt

Hier stellen wir Ihnen die Komponistinnen vor, die bei musica femina münchen Vereinsmitglieder sind.

Boskovic Dijana

Dijana Boskovic. Foto: © Dijana Boskovic.

Dijana Boskovic wurde 1968 in Belgrad geboren. Bereits als 16Jährige erhielt sie den Oktober-Preis der Stadt Belgrad für ihre musikalischen Leistungen sowie erste Preise bei Republik und Bundeswettbewerben. Sie absolvierte Meisterkurse im Fach Querflöte bei international bekannten Lehrern wie Alain Marion (Frankreich), Geoffrey Gilbert (USA) und Trevor Wey (England). Nach beendetem Studium bei Prof. Paul Meisen in München schloss sie eine Meisterklasse an. Zu ihren künstlerischen Stationen gehören Konzerte in Deutschland, Italien, Frankreich und im ehemaligen Jugoslawien.
Als Solistin und Kammer- und Orchestermusikerin nahm sie u.a. am Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem BEMUS/Internationalen Musikfestival in Belgrad oder dem Hohenloher Kultursommer teil. Sie spielte mit dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester, dem Sephira Ensemble Stuttgart, den Bamberger Solisten und vielen anderen. 2005 gründete sie in München das VERSUS VOX Ensemble für Moderne Musik, dessen Mitglied und musikalische Leiterin sie seither ist. Neben dem klassischen Flötenspiel gilt ihr Interesse der Improvisation und vor allem auch der Komposition.
Sie schreibt Musik für Querflöte und andere Instrumente, für Kammermusikensembles, Kammerorchester, Sinfonieorchester, Gesang und für das Theater. Ihre Werke umfassen unter anderem Auftragskompositionen für das Kammerorchester Solisten aus St. Petersburg, Mitglieder der Münchner Philharmoniker und der Frankfurter Oper, das BEMUS Musikfestival in Belgrad oder die Tiroler Volksschauspiele und weitere Künstler und Ensembles. Ihre Werke werden auf zahlreichen Bühnen aufgeführt und bei Radiosendern europaweit gespielt.


Gloria Coates. Foto: © Gloria Coates.

Gloria Coates. Foto: © Gloria Coates

Gloria Coates begann früh zu komponieren und gewann bereits mit vierzehn Jahren in einem nationalen Kompositionswettbewerb. Nach Abschluss ihres Kompositionsstudiums bildete sie sich weiter an der Louisiana State University und der Columbia University in New York bei Otto Luening, am Mozarteum in Salzburg sowie bei Alexander Tscherepnin.
Ihre Music on Open Strings (Symphonie Nr. 1), 1973 entstanden, war 1978 beim Warschauer Herbst das meist diskutierte Werk; es wurde 1986 als Finalist beim Koussevitzky-Preis ausgezeichnet und im Rahmen der Musica Viva-Konzerte des Bayrischen Rundfunks 1980 als erste Orchesterkomposition einer Komponistin in den 35 Jahren des Bestehens der Serie aufgeführt. Ihre Werke wurden unter anderem auch bei den Dresdner Musikfestspielen, bei New Music America sowie 1972 bei den Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik aufgeführt.
Aus ihrem Werk ragt besonders die hohe Anzahl von mittlerweile 16 Symphonien heraus, die häufig von namhaften Orchestern aufgeführt werden. Daneben komponierte sie Streichquartette, kammermusikalische und Vokalkompositionen, Werke für Soloinstrumente, elektronische Musik und Werke für die Bühne, wie Everyman. Morality Play (Bühnenmusik zu Jedermann) 1962. Zwischen 1971 und 1984 organisierte sie Konzertreihen mit deutsch-amerikanischer Musik in Deutschland.


Michaela Dietl. Foto: © Ralf Huestegge.

Michaela Dietl. Foto: © Ralf Huestegge.

Michaela Dietl, geboren in Landshut, hat ihre eigene Musik und ihre eigenen Lieder in mehreren Sprachen entwickelt. Ihre Lehrzeit als Akkordeonistin hat sie auf den Straßen Europas gemacht. Der BR hat ihrem außergewöhnlichem Werdegang eine Lebenslinie Michaela und ihre Quetschenweiber, ein Film von Juliane Schuhler, gewidmet. Sie komponiert u.a. für Dokumentarfilme und Theaterproduktionen. In ihren Soloprogrammen singt und spielt sie „urgewaltig und grenzgenial“. Immer wieder wird versucht, Michaela Dietl als Musikerin festzulegen, und immer wieder misslingt es. Diese Künstlerin passt in keine Schublade. Es gibt keine musikalische Form, in der sie nicht zu Hause wäre, und dennoch ist sie unverwechselbar. Ihre Darstellungsart ist unkonventionell, eigenwillig und höchst differenziert.
Ihr schauspielerisches Talent reicht von der Diva bis zum bayerischen Volksmusikhelden, sie kann alles spielen; es gibt nichts, in das sie sich nicht einfühlen und was sie nicht ausfüllen könnte. Sie schreibt und singt ihre eigenen Lieder und Texte, sie komponiert Film- und Theatermusik, sie erstellt eigene Soloprogramme und arbeitet in den verschiedensten Formationen mit anderen MusikerInnen und KünstlerInnen. Darüber hinaus gibt sie noch Unterricht im Akkordeonspiel und ernährt ihre kleine Familie.
Mit sicherem Instinkt und Erfahrung erspürt sie Qualität, und wenn ihr etwas gefällt, engagiert sie sich schon mal, ohne danach zu fragen, ob es sich auch rechnet. Sie kann sich in vielen Sprachen ausdrücken, aber – geprägt durch ihre Heimat – ist das Bayerische ihre Sprache – und sie gibt ihm seine Schönheit zurück. (Petra Finsterle)


Dorothee Eberhardt. Foto: © Dorothee Eberhardt.

Dorothee Eberhardt. Foto: © Dorothee Eberhardt.

Dorothee Eberhardt, 1952 in Memmingen geboren, erhielt schon früh Akkordeon- und Klavierunterricht, später kamen Saxophon, Klarinette sowie Violine hinzu. Nach dem Studium der Orientalistik, Philosophie und griechischen Philologie in Tübingen (Promotion 1979) erhielt sie ihre musikalische Ausbildung in London, wo sie am Trinity College of Music Klarinette (Abschluss: LTCL, Diplommusikerin) und am Goldsmiths College Musikwissenschaft und Komposition (Abschluss: Bachelor of Music) studierte. Ihre kompositorischen Studien vertiefte sie privat beim tschechischen Komponisten Antonín Tucapsky. Nach ihren Hochschulabschlüssen arbeitete sie in London als Komponistin und Musikpädagogin. Nach Deutschland zurückgekehrt, lebt sie heute bei München. Zu den Auftraggebern und Interpreten ihrer Werke zählen u.a. das Münchener Kammerorchester, I Solisti Veneti, das Münchner Flötentrio, das Satori Ensemble München, das TenHagen Streichquartett, das Trio Contrastes aus Salamanca, der ungarische Klarinettist Zoltán Kovács und ABRSM Publishing, London. 1999 erschien Dorothee Eberhardts erste CD mit Kammermusik (Melisma). Im selben Jahr wurden ihre Klavierstücke Time Changes I-III für den Pianistinnen-Wettbewerb der GEDOK ausgewählt und 2001 von der Gewinnerin, Judith Pfeiffer auf CD eingespielt (Dreyer Gaido 21004). 2004 erschien ihre zweite CD (Cavalli-Records CCD 263), 2008 ihre dritte (Cavalli-Records CCD 297) und 2014 ihre vierte CD mit Kammermusikwerken (Antes Edition BM 319290).


Elina Goto. Foto: © Helmut Gillitzer-Felber.

Elina Goto. Foto: © Helmut Gillitzer-Felber.

Elina Goto, geboren und aufgewachsen in Japan, erhielt Elina Goto bereits mit 6 Jahren ihren ersten Orgelunterricht. Von 1995 bis 1998 studierte sie an der Musikhochschule Musahino/Tokio bei Shoichi Kubo Schlagzeug – und fand darin ihr Idealinstrument. Zwischen 1998 und 2002 studierte Elina Goto am Richard-StraussKonservatorium in München und an der Musikhochschule Augsburg, wo sie ihre Studien mit Auszeichnung abschloss. Zahlreiche Meisterkurse vervollkommneten ihre Ausbildung. zu ihren künstlerischen Aktivitäten gehören Soloauftritte als auch Auftritte im kammermusikalischen Bereich und in verschiedenen Orchestern. Seit 2005 schreibt Elina Goto eigene Werke und führt diese seit 2011 bei Konzerten auf. Im Oktober 2012 veröffentlichte sie ihre erste CD Jump! – mit Bearbeitungen von Werken von Johann Sebastian Bach und eigenen Kompositionen.


Simone Gruber. Foto: © Simone Gruber.

Simone Gruber. Foto: © Simone Gruber.

Simone Gruber wurde 1979 in München geboren. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie, bekam sie mit 6 Jahren den ersten Klavierunterricht, ein paar Jahre später lernte sie auch Geige. Seit ihrem 11. Lebensjahr begeisterte sie sich vor allem für das Komponieren. Sie schrieb einige Solo- und Kammermusikstücke und eignete sich Kenntnisse in Musiktheorie und Harmonielehre an. 1999 machte sie ihr Abitur am musischen Pestalozzi-Gymnasium und begann danach ein Studium der Germanistik an der LMU München. 2003 begann sie ihr Studium in Komposition für Film und Fernsehen bei Prof.Dr. Enjott Schneider an der Musikhochschule München, das sie 2007 mit künstlerischem Diplom abschloss (Note 1,5).
Von 2007 bis 2008 absolvierte sie ein Aufbaustudium in Komposition bei Prof. Jan Müller-Wieland.
Seit 2008 arbeitet Simone Gruber als freiberufliche Komponistin für Film- und Fernsehmusik und zeitgenössische klassische Musik. Zu ihren Auftraggebern gehörten u.a. die Thüringer Symphoniker, BR Alpha, musica femina und die HFF München. Sie komponiert und produziert Musik der verschiedensten Stilrichtungen, von Klassik bis Pop, von großen Orchesterarrangements bis experimentellen elektronischen Klängen.
Außerdem spielt sie Geige bei den „Ersten Bayerischen Filmfonikern, einem Orchester der Film- und Fernsehbranche, für die sie auch Arrangements schreibt.
Ihre Freude im Umgang mit Kindern und Jugendlichen veranlasste sie dazu, privaten Klavier- und Kompositionsunterricht zu geben. In ihrem Studium hat sie sich breite Kenntnisse in allen Musikstilen von Klassik bis Pop angeeignet, die sie an ihre Schüler weitergeben möchte.


Lioba Hartung-Hartmann (geb. 1932)


Dorothea Hofmann. Foto: © Dorothea Hofmann.

Dorothea Hofmann. Foto: © Dorothea Hofmann.

Dorothea Hofmann, in Bamberg geboren, studierte Schulmusik, Chorleitung und Klavier in München und Salzburg sowie Musikwissenschaft und Philosophie in München und Augsburg. Als Pianistin 1993 Preisträgerin im Internationalen Interpreten-Wettbewerb für zeitgenössische Musik in Rotterdam. Als Komponistin 2006 1. Preis beim internationalen Herbert-Baumann-Kompositionswettbewerb für ihr Sextett Tagtraum, in der Saison 2006/7 »Composer in Residence« in Schweinfurt, im Sommer 2007 Stipendiatin des Centro Tedesco di Studi Veneziani in Venedig. Sie lehrt an der Hochschule für Musik und Theater München Musikwissenschaft. „Anfangs hielten sich für mich Gesang, Klavier und Orgel musikalisch die Waage, dann hatte lange die Pianistin erfolgreich die Oberhand. Die Reflexion über Musik – Musiktheorie, Musikwissenschaft – kam hinzu und erweiterte das Spektrum bis hin zu Publikationen über Musikästhetik und kulturelles Gedächtnis. Inzwischen hat sich das Komponieren zur wesentlichsten Ausdrucksform entwickelt. Gleichwertig und ergänzend zum eigenen künstlerischen Wirken und wissenschaftlichen Publizieren stand und steht immer auch die Vermittlung von Musik, die Weitergabe des eigenen Wissens und Könnens an andere.“


Laura Konjetzky. Foto: © Yvonne Kranz.

Laura Konjetzky. Foto: © Yvonne Kranz.

Laura Konjetzky wurde 1977 in München geboren. Sie studierte Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg bei Christoph Lieske und an der Universität der Künste Berlin. Es folgte ein Studium der freien Improvisation an der Hochschule für Musik Basel bei Walter Fähndrich. Sie arbeitete u.a. mit dem Ensemble Resonanz, dem Ensemble Zeitsprung und dem Münchner Kammerorchester zusammen und war bei den Salzburger Festspielen, den Festspielen Europäische Wochen Passau, den Tagen der Neuen Musik Bamberg, der Tanzwerkstatt Europa, beim A*DEvantgarde Festival und zahlreichen weiteren Festivals engagiert. Seit 2009 ist Laura Konjetzky Musikberaterin beim Bayerischen Fernsehen. Im Zentrum ihres kompositorischen Schaffens steht das Klavier. Sie beschäftigte sich intensiv mit neuen Klängen in und mit dem Flügel und der Erweiterung des Klavierspiels um neue Elemente, wie z.B. strukturiert gesprochene Sprache oder perkussive Zusatzinstrumente. Als zwei ihrer zentralen Werke sind ihr Trio „schatten im traum“ für Klavier, Violoncello und Schlagzeug (2010), sowie das 60 minütige Werk „Verklingender Lack“, eine Komposition in Fotoprojektionen für Klavier Solo, Zuspielung und Zusatzinstrumente (2013) zu nennen. Außerdem schrieb sie Tanz- und Theatermusiken, unter anderem für das Bayerische Staatsschauspiel, das schauspielfrankfurt, sowie die compagnie Anna Konjetzky. Für ihr Schaffen wurde Laura Konjetzky mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so dem Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis für Musik der Landeshauptstadt München (2002), dem Bayerischen Kunstförderpreis (2006) und dem Musikstipendium der Landeshauptstadt München (2010). 2010/2011 war sie Stipendiatin im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg. 2011/2012 erhielt sie vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ein Stipendium für einen sechsmonatigen Studienaufenthalt in der Cité Internationale des Arts Paris. Für das Djerassi Resident Artists Program 2013 in Kalifornien, USA wurde Laura Konjetzky als Komponistin ausgewählt und mit dem Helen L. Bing Fellowship ausgezeichnet. 2014 und 2015 war Laura Konjetzky Jurorin beim 51. und 52. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. 2015 erhielt Laura Konjetzky das Europäische Musikautoren-Stipendium 2015 der GEMA (EMAS).


Helga Pogatscher. Foto: © Helga Pogatschar.

Helga Pogatscher. Foto: © Helga Pogatschar.

Helga Pogatschar absolvierte zwei Studiengänge (Künstl. Hauptfach Klavier und Komposition für Film und Fernsehen) an der Hochschule für Musik und Theater München. Sie unterrichtete danach an den Musikhochschulen München und Hamburg. Die in München lebende Komponistin und Konzeptkünstlerin verwirklichte zahlreiche eigene multimediale Musiktheater-Projekte und arbeitet international mit Tanztruppen und Videokünstlern zusammen. Zu den Projekten erschien „Mars – ein Requiem“, „Titus TrashTatar“ und „Inanna“ auf CD, ebenso die mit dem Bayerischen Rundfunk produzierten Hörspiele und Kinderprojekte. Sie war Stipendiatin am internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und erhielt u.a. den Förderpreis der Landeshauptstadt München.


Eva Sindichakis. Foto: © Eva Sindichakis.

Eva Sindichakis. Foto: © Eva Sindichakis.

Eva Sindichakis „Entweder-Oder“ Dogmen spielen für die 1975 in München geborene griechische Pianistin und Komponistin Eva Sindichakis keine Rolle. Für die Musikerin bedeutet die Auseinandersetzung mit musikalischem Material Grenzüberschreitung. In ihren Werken verbinden sich kontrastierende musikalische Stile, westliche traditionelle Kunstmusik, griechische Volksmusik und überlieferte altgriechische Musikelemente. Viele ihrer Kompositionen bergen programmatische, symbolische, mystische und dramatische Aspekte, scheinen in ihrer eindringlichen und emotionalen Qualität, Ort und Zeit außer Kraft zu setzen. Parallel zu ihrem Klavier- und Kammermusikstudium bei Gernot Sieber am Richard-Strauss-Konservatorium München, absolvierte Eva Sindichakis den Magister für Musikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Neogräzistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Anschluss studierte sie zeitgleich Komposition bei Wilfried Hiller und Musikjournalismus an der Musikhochschule in München. Im Jahr 2006/2007 erhielt sie das Stipendium des Freistaates Bayern für das internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Zu den Auftraggebern ihrer Werke gehören u.a. die Akademie der schönen Künste München, der Bayerische Musikrat, und der Gasteigförderkreis München. Ihre Musik wurde von renommierten Ensembles und Musikern, u.a. dem Dufay – Ensemble Nürnberg, dem Carl-Orff-Chor und dem Ensemble-Zeitsprung aufgeführt. Seit 2008 ist sie stv. Vorsitzende des Bayerischen Komponistenverbandes. 2009 gewann sie den Publikumspreis der ion musica sacra Nürnberg für ihr dort uraufgeführtes Stück NYX. Die pbb Stiftung Deutsche Pfandbriefbank fördert derzeit die junge Komponistin mit einem Arbeitstipendium zur Komposition eines Auftragswerkes für Chor und Orchester. 2010 erhält sie ein Musikstipendium der Landeshauptstadt München.


Julia Schwartz. Foto: © Julia Schwartz.

Julia Schwartz. Foto: © Julia Schwartz.

Julia Schwartz, Doppelbürgerin der Schweiz und der USA, geboren 1963 in Columbus/Ohio, wuchs in einer Musikerfamilie auf. Anschließend ans Gesangsstudium am Oberlin College Conservatory im Jahre 1985 setzte sie in München und in Zürich ihre Ausbildung in Gesang und Musiktheorie fort. Seit vielen Jahren widmet sich Julia Schwartz der Komposition, vor allem instrumentaler und vokaler Kammermusik. Zusätzlich konzipiert, komponiert und produziert sie elektronische Kollagen, u.a. für experimentelle Theaterprojekte. Julia Schwartz ist aktiv als Sängerin (vorwiegend zeitgenössische Musik und Chansons) und erteilt privat Gesangsstunden. Sie wohnt in Frauenfeld in der Ostschweiz. Julia Schwartz absolviert 2014-2015 ein Certificate of Advanced Studies in Chorleitung an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit Februar 2015 leitet sie den Neuwerkchor Konstanz.


Katrin Schweiger. Foto: © Katrin Schweiger.

Katrin Schweiger. Foto: © Katrin Schweiger.

Katrin Schweiger ist im Altmühltal in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen. Neben Deep Purple, Queen und Jon Bon Jovi schallte Haydns Messe in C, der Soundtrack von James Bond, von Cats und auch Jacques Brel durch ihr Kinderzimmer. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sie heute in ihren Kompositionen gerne klassische Musik mit Rock-, Pop- und Jazzelementen mischt. Mit 6 Jahren begann Katrin Schweiger mit dem Querflötespielen, woraufhin bald Gitarren-, Klavier- und Gesangsunterricht folgten sowie diverse Bandprojekte. Schon während des Lehramtsstudium für Englisch und Musik an der Universität Regensburg wurde ihr klar, dass der Weg mit einem Kompositionsstudiengang weiter gehen musste. Was folgte war ein Diplomstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg (2010-2013) im Fach Filmmusik und Sounddesign und der anschließende Umzug nach München. Ihre Arbeit konzentriert sich vorwiegend auf das Komponieren von Filmmusik und das Agieren als Songwriterin und Sängerin. Seit 2012 unterrichtet sie auch FilmstudentInnen an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fach „Grundlagen der Filmmusik – Musik in Worte fassen“.
Besondere berufliche Höhepunkte waren bislang die Zusammenarbeit mit dem bekannten Schweizer Filmkomponisten Niki Reiser und dem Dirigenten Rainer Bartesch für den Film Das kleine Gespenst, gemeinsame Studioprojekte mit den Künstlern Florian Dauner und Markus Kranzler (Mitglieder der Band Fanta 4) wie auch das Songwriting zusammen mit Gil Ofarim für den Song Wer ich bin (zu hören auf dem Album Seid dabei der Band ACHT).
Mit dem Film Xian-Nu wurde Katrin Schweiger 2013 für den Peter-Raaben-Music-Award in der Kategorie „Beste Musik zu einem Kurzfilm“ nominiert. Neben dem Stadttheater Regensburg und der Deutschen Bahn zählten bislang auch die Bayrischen Filmfoniker, das Kommunikationsstudio Visuell und das Haus des Dokumentarfilms Stuttgart zu ihren Kunden.