Komponistinnen-Festival Tübingen | 29. Sept.-8. Okt. 2023

Swen Marcel © Universitätsstadt Tübingen

Swen Marcel © Universitätsstadt Tübingen

Josephine Lang und ihre Zeitgenossinnen: Tübingen veranstaltet zehntägiges Komponistinnen-Festival

Die musikalischen Werke von Frauen sind in den Programmen des klassischen Konzertbetriebs bis heute deutlich unterrepräsentiert. Die Universitätsstadt möchte dies ändern und widmet der Musik sowie den Lebens- und Schaffensumständen von Komponistinnen ein zehntägiges Musikfestival. Der Schwerpunkt des Komponistinnen-Fests, das vom 29. September bis zum 8. Oktober 2023 stattfindet, liegt im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen die Tübinger Komponistin Josephine Lang und drei ihrer Zeitgenossinnen: Emilie Mayer, Luise Adolpha le Beau und Ethel Smyth.

„Die Gleichberechtigung hat seit dem 19. Jahrhundert viele Fortschritte gemacht. Doch leider ist es noch immer nicht selbstverständlich, dass die Leistungen von Frauen und Männern die gleiche Wertschätzung erfahren. Das Komponistinnen-Fest soll einen starken Beitrag dafür leisten, diese Vorbehalte auch auf dem Gebiet der klassischen Musik zu überwinden“, sagt Dr. Daniela Harsch, Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur der Universitätsstadt Tübingen. „Und es soll dem Publikum, aber auch den Musikerinnen und Musikern Mut machen, sich auf das Werk dieser bewundernswerten Frauen einzulassen – großartige Musik, die es verdient, ihren festen Platz in den Konzertprogrammen einzunehmen.“

Konzeption

Für die Konzeption und Organisation des Komponistinnen-Festivals haben erneut die Akteur*innen zusammengefunden, die bereits beim Bachfest 2018 gemeinsam gewirkt haben: Der städtische Fachbereich Kunst und Kultur, die Eberhard Karls Universität, die Hochschule für Kirchenmusik und das Kantorat der Stiftskirche Tübingen, vertreten durch Kulturmanager und Projektleiter Matthias Ehm, Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung, den neuen Rektor der Kirchenmusikhochschule Thomas J. Mandl sowie Stiftskirchenkantor und Kirchenmusikdirektor Ingo Bredenbach. Neu im Team ist die Musikwissenschaftlerin Anna Magdalena Bredenbach, die ihre Expertise im Forschungsbereich Musik und Gender einbringt. Sie ist Akademische Rätin an der Universität Erfurt und mit Beiträgen unter anderem an der Informationsplattform Musik und Gender im Internet beteiligt. Ebenso berät das Archiv Frau und Musik Frankfurt/Main mit wertvoller Expertise. Der Verein musica femina münchen

Durch die Porträtierung von vier Komponistinnen, die im 19. Jahrhundert gelebt und gewirkt haben, lässt sich die für Frauen bedrückende Ausgangssituation zu Beginn des Jahrhunderts darstellen: eine Zeit, in der man es noch als Pflicht ansah, dem weiblichen Genie „die Flügel zu verschneiden“ (Karl Heinrich Heydenreich), und Musikerinnen wie Komponistinnen in ihrem Wirken nachhaltig behinderte. „Der zeitliche Schwerpunkt ermöglicht aber auch die Beschreibung eines Aufbruchs am Ende des Jahrhunderts: Immer mehr Frauen und Komponistinnen waren nicht länger bereit, Diskriminierungen hinzunehmen, und machten sich auf, auch auf musikalischem Gebiet Gleichberechtigung einzufordern“, erläutert Projektleiter Matthias Ehm.
Zusammen mit Ethel Smyth, Luise Adolpha le Beau sowie Emilie Mayer, die schon Mitte des 19. Jahrhunderts mit bemerkenswertem Erfolg Sinfonien komponierte, nimmt das Festival die Tübinger Komponistin Josephine Lang in den Fokus.

Im Fokus

Josephine Lang wurde 1815 in München geboren, wuchs in einem musikalischen Haushalt auf und begann früh mit der Komposition von Kunstliedern. Felix Mendelssohn wurde auf die Begabung Langs aufmerksam und wollte sie zum Studieren nach Berlin einladen, was jedoch Langs Vater seiner Tochter untersagte. 1842 heiratete Lang den Tübinger Dichter und Rechtsgelehrten Christian Reinhold Köstlin und folgte ihm nach Tübingen. Doch das Glück währte nur kurz: Hohe familiäre Belastungen, die Krankheit und der frühe Tod Köstlins hielten Lang immer wieder vom Komponieren ab. Dennoch hinterließ sie, als sie 1880 in Tübingen starb, ein umfangreiches Werk, darunter über 300 Lieder, von denen die Hälfte bis heute unveröffentlicht ist.

Zu Ehren Josephine Langs wird als ein Höhepunkt des Festivals ein dreitägiger Gesangswettbewerb stattfinden. Insgesamt sind rund 50 Veranstaltungen geplant, hauptsächlich Konzerte mit lokalen und regionalen Musikerinnen, Musikern und Ensembles sowie hochkarätigen Gästen aus dem In-und Ausland. Hinzu kommen künstlerische und wissenschaftliche Begleitveranstaltungen, in denen auch die Frage diskutiert werden soll, wie weit die Emanzipation von Frauen im Musikbetrieb – nicht nur auf dem Gebiet der Komposition – bis heute gekommen ist. Auch in den Konzerten soll der Gegenwart Raum geboten werden: durch die Aufführung von Werken zeitgenössischer Komponistinnen, zusammen mit den Werken Langs, Mayers, le Beaus und Smyths.

1. Josephine-Lang-Liedwettbewerb

Die Universitätsstadt Tübingen hat den 1. Josephine Lang-Wettbewerb für Lied-Duo ausgeschrieben. Sänger*innen und Pianist*innen sind dazu aufgerufen, um die besten Interpretationen der Lieder Josephine Langs und ihrer Zeitgenossinnen Emilie Mayer, Luise Adolpha le Beau und Ethel Smyth zu wetteifern. Eine prominent besetzte Jury unter Vorsitz der Sängerin Sybilla Rubens entscheidet über die Vergabe der Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro. Die Hauptpreise sind mit 5.000 bis 10.000 Euro dotiert. Dazu kommen Sonderpreise, darunter ein von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ausgelobter Publikumspreis, den die Zuhörer*innen der Finalrunde am 3. Oktober 2023 aus den sechs Finalist*innen-Duos wählen.

Der Verein musica femina münchen vergibt einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines modernen Kunstliedes. Der 1. Josephine Lang-Wettbewerb für Lied-Duo findet vom 1. bis 3. Oktober 2023 im Rahmen des Tübinger Komponistinnenfestivals statt. Die Ausschreibung erfolgt ein Jahr vor dem Wettbewerb, damit die Lied-Duos genügend Zeit haben, das für viele vollkommen neue Repertoire zu erarbeiten. Auf eine Altersbegrenzung wurde bewusst verzichtet, auch erfahrene Lied-Duos sind ausdrücklich zur Teilnahme aufgerufen. Die Anmeldung zum Wettbewerb ist vom 15. Mai bis 15. Juli 2023 möglich. Danach entscheidet die Jury, welche Duos zum Wettbewerb nach Tübingen eingeladen werden.

Das Programm wird im April 2023 veröffentlicht. Zeitgleich startet der Kartenvorverkauf.

Pressemeldung zum Komponistinnen-Festival Tübingen (Stand: Frühling 2022)

Pressemeldung zum Liedwettbewerb Josephine Lang (Stand: Frühling 2022)

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Komponistinnen in Deggendorf | 19. Nov. 2022

Alice Lackner| Imke Lichtwark © Lackner/Lichtwark

Ende September konnten wir die Sängerin Alice Lackner beim Komponistinnen-Wochenende in Potsdam und Berlin kennenlernen, die ein reichhaltiges Komponistinnen-Repertoire bietet. Am Samstag, 19. November 2022 singt sie mit ihrer Klavierpartnerin Imke Lichtwark in Deggendorf:

Liederabend Chansons d’amour – deutsche und französische Liebeslieder
Alice Lackner – Mezzosopran

Imke Lichtwark – Klavier

Programm
Fanny Hensel (1805–1847):
Frühling op. 7 Nr. 3 (Joseph v. Eichendorff) | Schwanenlied op. 1 Nr. 1 (Heinrich Heine)
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
: Auf Flügeln des Gesanges op. 34 Nr. 2
(Heinrich Heine) |
Andres Maienlied (Hexenlied) op. 8 Nr. 8 (Ludwig Chr. H. Hölty)
aus Lieder ohne Worte op. 67 für Klavier solo
Nr. 2 fis-Moll und Nr. 5 h-Moll Spinnerlied
Robert Schumann (1810–1856): Mondnacht op. 39 Nr. 5 (Joseph v. Eichendorff) | Requiem op. 90 Nr. 7 (Nikolaus Lenau) | Der Soldat op. 40 Nr. 3 (Hans Chr. Andersen)
Clara Schumann (1819–1896):
Der Mond kommt still gegangen op. 13 Nr. 4 (Emanuel Geibel) | Am Strande (Robert Burns) | Sie liebten sich beide op. 13 Nr. 2 (Heinrich Heine) | Er ist gekommen op. 12 Nr. 1 (Friedrich Rückert)
Johannes Brahms (1833–1897): Wie Melodien zieht es mir op. 105 Nr. 1 (Klaus Groth) | Botschaft op. 47 Nr. 1 (Georg F. Daumer) | Lerchengesang op. 70 Nr. 2 (Karl A. Candidus) | Von ewiger Liebe op. 43 Nr. 1 (A. Hoffmann von Fallersleben)

Pauline Viardot (1821–1910):
Madrid VWV 1136 (Alfred de Musset) | Aime-moi VWV 4020 (Louis Pomey)
Claude Debussy (1862–1918):
Beau Soir (Paul Bourget) | Mandoline (Paul Verlaine) | Romance (Paul Bourget) | Nuit d’etoiles (Théodore de Banville)
Gabriel Fauré (1845–1924):
Barcarolle op. 26 | Barcarolle op. 44 für Klavier solo
Cécile Chaminade (1857–1944):
Ronde d’amour (Charles Fuster) | Chanson triste (Comtesse Joseph Rochaid) | Nice-La-Belle (Auguste Marin)
Francis Poulenc (1899–1963)
: aus Banalités Sanglots FP 107 (Guillaume Apollinaire) | Violon (Louise de Vilmorin)
Erik Satie (1866–1925)
: Je te veux (Henry Pacory)

Hier finden Sie das ganze Programm ab Seite 13: https://www.kulturverein-deggendorf.de/index_htm_files/PRHeft2223.pdf

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mfm-Kompositionsauftrag | UA Sara Glojnarić 10. Nov. 2022 München

Sara Glojnarić © Martin Hauser

Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,

musica femina münchen vergibt alle zwei Jahre einen Kompositionsauftrag an eine Komponistin, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Für dieses Projekt kooperieren wir mit dem Münchner Kammerorchester (MKO), das Kulturreferat der Landeshauptstadt München fördert es sehr großzügig.

Am 10. November 2022 um 20 Uhr im Rahmen des 2. Abokonzerts des MKO ist die Uraufführung des Kompositionsauftrags 2021 an Sara Glojnarić.

Erleben Sie diesen feinen Musikabend inkl. der BELMONT-Preisverleihung (um 18.30 Uhr) an die Sopranistin Sarah Aristidou mit uns!

Untenstehend das Programm. Ausführliche Informationen finden Sie hier https://www.m-k-o.eu/konzerte/abonnementkonzerte/abo2-2022-mko-prinzregententheater/

NEUES AM NOTENPULT
Uraufführung – Erstaufführung – Einstand | 10. November um 20 Uhr

Was zeitgenössische Musik heutzutage zu bieten hat, können Sie im 2. Abokonzert des MKO erleben. Wir feiern den Einstand unseres neuen Associated Conductors Bas Wiegers mit gleich zwei Ur- bzw. Erstaufführungen: Zum einen erlebt Everything, Always der jungen kroatischen Komponistin Sara Glojnarić seine Premiere. Das Auftragswerk der musica femina münchen für das MKO schafft, so Glojnarić, „eine hybride Form zwischen Musiktheater, Scripted Reality und konzertantem Stück und einen uneingeschränkten Blick in die Denkwelt der Komponistin“. Daneben erklingt die Deutsche Erstaufführung von The Living Mountain für Sopran und Ensemble des dem MKO seit langem verbundenen Komponisten Thomas Larcher. Solistin ist die junge französisch-zypriotische Sopranistin Sarah Aristidou, die an diesem Abend auch mit dem Belmont-Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet wird. Eingerahmt werden beide Werke von Joseph Haydns früher Sinfonie Nr. 38 Echo und der späten 101. Sinfonie Die Uhr.

PROGRAMM
JOSEPH HAYDN
Sinfonie Nr. 38 C-Dur Hob.I: 38 Echo

SARA GLOJNARIĆ
Everything, always, Auftragswerk des musica femina münchen e. V. für das MKO – URAUFFÜHRUNG

THOMAS LARCHER
The Living Mountain für Sopran und Ensemble – DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG

JOSEPH HAYDN
Sinfonie Nr. 101 D-Dur Hob.I:101 Die Uhr

SARAH ARISTIDOU Sopran
BAS WIEGERS Dirigent

BELMONT-PREISVERLEIHUNG
Vor dem Konzert am 10. November findet um 18.30 Uhr die Verleihung des BELMONT-PREISES für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung an SARAH ARISTIDOU im Gartensaal des Prinzregententheaters statt. Anschließend Anselm Cybinski im Gespräch mit Sarah Aristidou. Hierzu sind alle Konzertbesucher:innen herzlich eingeladen.

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UAs von u. a. Milica Djordjević | 28. Okt. 2022 München

© Bayerischer Rundfunk

© Bayerischer Rundfunk

Freitag, 28. Oktober, 20.00 Uhr, Herkulessaal, München
Dienstag, 15. November, 20.05 Uhr Konzertmitschnitt im Radio auf BR-KLASSIK

Uraufführungen mit dem Symphonieorchester und Chor des BR

Johannes Kalitzke dirigiert Werke von Xenakis, Djordjević (UA) und Richter de Vroe (UA)

Am Freitag, 28. Oktober 2022, präsentiert die musica viva, die Konzertreihe des Bayerischen Rundfunks für zeitgenössische Musik, im Herkulessaal der Münchner Residenz neben Musik von Iannis Xenakis neue Auftragswerke von Milica Djordjević und Nicolaus Richter de Vroe. Johannes Kalitzke leitet das Symphonieorchester und den Chor des Bayerischen Rundfunks; Solist ist der Violinist Ilya Gringolts.

Die in Belgrad geborene und in Berlin lebende Komponistin Milica Djordjević hat für ihre Werke zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter 2016 den Komponist_innen-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2020 den Claudio Abbado Composition Prize der Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker. In ihrem nun bei der musica viva uraufgeführten Werk Mit o ptici für Chor und Orchester vertont sie ein Versepos des jugoslawischen Dichters Miroslav Antić (1932–1986). 2013 war sie Auftragskomponistin für musica femina münchen mit ihrem Werk Sky limited.

Nicolaus Richter de Vroe ließ sich bei der Komposition seines neuen Violinkonzerts von einem Gemälde Sigmar Polkes mit dem Titel Paganini anregen. Mit diesem Werk kehrt er als Komponist zum Symphonieorchester des BR zurück, in dem er mehr als 30 Jahre als Violinist gespielt und sich dort insbesondere für die zeitgenössische Musik eingesetzt hat. Seine Werke werden auf den renommierten Festivals für Neue Musik, wie den Donaueschinger Musiktagen, aufgeführt. Das rund einstündige Violinkonzert hat er eigens für Ilya Gringolts geschrieben, der sich als gefragter Solist neben dem großen Konzertrepertoire auch der Gegenwartsmusik und der historischen Aufführungspraxis widmet.

 Bei Iannis Xenakis jährt sich der Geburtstag in diesem Jahr zum 100. Mal. Sein Werk Jalons (Meilensteine) für 15 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten entstand 1986 zum 10-jährigen Bestehen des von Pierre Boulez gegründeten Ensemble intercontemporain.

Konzerttermin
Freitag, 28. Oktober, 20.00 Uhr, Herkulessaal der Münchner Residenz (Konzerteinführung 18.45 Uhr)

Programm
Iannis Xenakis [1922–2001] – Jalons für 15 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten

Milica Djordjević [geb. 1984] – Mit o ptici für Chor und Orchester = Kompositionsauftrag der musica viva des Bayerischen Rundfunks (Uraufführung)

Nicolaus Richter de Vroe [geb. 1955] – Violinkonzert = Kompositionsauftrag der musica viva des Bayerischen Rundfunks mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e.V. (Uraufführung)

Mitwirkende
Ilya Gringolts Violine
Chor des Bayerischen Rundfunks
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Johannes Kalitzke

Karten
erhältlich zu 15,- bis 44,- Euro (Schüler und Studierende 10,-Euro) bei BRticket über shop.br-ticket.de oder Tel. 0800 / 5900 594 sowie über MünchenTicket (muenchenticket.de oder Tel. 089 / 54 81 81 81)

Konzertübertragung
BR-KLASSIK sendet den Konzertmitschnitt am Dienstag, 15. November 2022, ab 20.05 Uhr im Radio.

Eine Veranstaltung der musica viva des Bayerischen Rundfunks.

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Autumn Rainbow mit Uraufführungen | 22. Okt. 2022 München

Autumn Rainbow
Orchesterkonzert des Rainbow Sound Orchestra Munich
Samstag, 22. Oktober 2022, 18:00 Uhr
Himmelfahrtskirche München-Sendling, Kidlerstr. 15, 81371 München (U Implerstr. /S/U Harras) | Eintritt frei, Spenden willkommen

Das Rainbow Sound Orchestra Munich (RSO-M) lädt ein zu seinem Konzert Autumn Rainbow in der Himmelfahrtskirche München-Sendling. Wie die bunten, glänzenden Farben des Herbstes zeigt sich das Programm des Orchesterkonzertes: Musik von brasilianischen, deutsch-iranischen, US-amerikanischen, spanischen, ukrainischen, französischen und deutschen Komponist:innen. Der deutsch-iranische Arash Safaian ließ sich von Mozarts Oper Don Giovanni zu seiner Nachtmusik – Fantasie 1787 inspirieren – seine Musik wird derzeit von der Elbphilharmonie bis zum Prinzregententheater, von Bilbao bis Zürich u. a. durch die NDR Radiophilharmonie, das Konzerthausorchester Berlin u.v.m. interpretiert und nun vertraut er dem RSO-M seine Komposition an. Ein weiterer funkelnder Baustein des Programms ist die Uraufführung der Orchesterversion von Francisca Gonzagas (1847–1935) Polka Atraente in einer Instrumentierung der in Berlin lebenden brasilianischen Dirigentin, Komponistin und Musikwissenschaftlerin Andréa Huguenin Botelho, die auch das Dirigat des Stücks übernimmt

Die Aufführung von Chorale für Streicher von Hanna Havrylets gedenkt dieser wichtigen ukrainischen Komponistin, die am 27. Februar 2022 zu früh verstarb. Molytva za Ukrayin (Gebet für die Ukraine) ist eine Art heimliche ukrainische Hymne, im 19. Jahrhundert komponiert von Mykola Lysenko (1842–1912), die in einer neuen Streicherversion erklingt. Von Richard Wagner (1813–1883) erklingen zwei Werke. Einmal das nachdenkliche und elegische Vorspiel zum dritten Akt seiner Oper Die Meistersinger, das nach Thomas Mann „nach dem Unsinn der Welt, dem Wozu alles Hetzens und Treibens und Jagens und einander Plagens… fragt“. Dann mit der Sopranistin Anna-Maria Bogner das Lied Der Engel aus den fünf Liedern, die Wagner auf Texte von Mathilde von Wesendonck vertonte, in einer Orchestrierung von Felix Mottl, eine Art Vorstudie zur Oper Tristan und Isolde.

Anna-Maria Bogner singt auch die Uraufführung der Streichorchester-Fassung von Maurice Ravels Cinq melodies populaires grecques, die der Co-Dirigent Alexander Strauch instrumentierte und von dem ein spätromantisch gefärbtes Jugendwerk, Adagio 1988 zur Uraufführung gebracht wird. Mit Werken wie Mél Bonis’ Los Gitanos und Manuel de Fallas Serenata Andaluza wird wieder der tänzerische Faden aufgegriffen. Soul of Remembrance der afro-amerikanischen Komponistin Mary Watkins changiert zwischen Jazz und Klassik und entfaltet ihre eigene imaginative Kraft. Genauso stark ist Barbara Hellers Lalai, das hier in einer Orchesterfassung erklingt, das den Untertitel Ein Schlaflied zum Wachwerden? trägt und 50 unter dem Ayatollah-Chomeini-Regime getöteten iranischen Frauen gewidmet ist sowie seinen Ursprung im 1973 entstandenen gegen die Schah-Herrschaft gerichteten gleichnamigen Protestlied hat.

Rainbow Sound Orchestra Munich
Mary Ellen Kitchens und Alexander Strauch (musikalische Leitung)
Anna-Maria Bogner (Sopran)

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. In Kooperation mit der Himmelfahrtskirche München-Sendling.

Veranstalter: Rainbow Sound Orchestra Munich e. V.

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mfm-Konzert: Josephine Lang | 15. Okt. 2022

Josephine Lang © Lizenz GFDL (wikimedia.commons)

Josephine Lang © Lizenz GFDL (wikimedia.commons)

Samstag, 15. Oktober 2022 | 20 Uhr | Seidl-Villa | Nikolaiplatz 1b | 80802 München | Eintritt: 15 € (ermäßigt 12 €) – mfm-Konzert

“die vollkommenste musikalische Freude”

Ute Ziemer (Sopran) und Michaela Pühn am Flügel interpretieren Werke der nahezu vergessenen Komponistin Josephine Lang (1815–1880). In München geboren, wurde sie Hofsängerin und komponierte 124 Lieder und einige Klavierwerke. Als 16-Jährige sang sie Felix Mendelssohn Bartholdy vor, der begeistert schrieb: „Die hat nun die Gabe, Lieder zu komponieren, und zu singen, wie ich nie etwas gehört habe, es ist die vollkommenste musikalische Freude“. Neben Langs Musik erklingen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Clara Schumann, die sich ebenfalls für sie einsetzte, dazu die Uraufführung des Zyklus Leicht wie ein Vogel von Dorothea Hofmann auf Texte des Dichterjuristen Christian Reinhold Köstlin, Josephine Langs Ehemann.

Moderation: Dorothea Hofmann

Ankündigungen dazu finden Sie hier und hier.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

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EuroChor mit Julia Schwartz | 15./16./17. Juli 2022

Der EuroChoir 2022 wird auf ihrer kommenden Tournee drei kurze Chorwerke von Julia Schwartz unter der Leitung von Marco Amherd aufführen. Vielleicht habt ihr Zeit und Lust, eins der Konzerte zu besuchen!

Hier sind die Daten dazu:
Freitag, 15. Juli: Peterskirche in Basel um 20 Uhr
Samstag, 16. Juli: Flimsfestival in der Eventhalle Flims um 20 Uhr
Sonntag, 17. Juli: Klosterkirche Rheinau um 17 Uhr

https://europeanchoralassociation.org/activities/eurochoir/eurochoir-2022/

Julia Schwartz wird am 17. Juli im Konzert vor Ort sein. 

SAVE THE DATE: Am 5. November 2022 wird der gemischte Chor ars vocalis winterthur ein neues Werk von Julia Schwartz unter ihrer Leitung in Winterthur aufführen.

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RAKETEREI | Kostenloses Webinar für Musikerinnen 31. Mai

Am 31. Mai 2022 um 20 Uhr findet ein 90-minütiges kostenfreies Webinar statt. Imke von der RAKETEREI, einer Künstlerinnen-Community, möchte aufzeigen, was Künstlerinnen tun können, wenn sie mit ihrer Musik sichtbar werden wollen, um Geld verdienen zu können. Wir finden das gut und deshalb bewerben wir es hier.

Hier finden sich alle Infos dazu: https://www.raketerei.com/landingpage-webinar-deine-fuenf-stufen-in-die-musikbranche-mai-2022/

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“Verleih uns Frieden” – MICS-Frühjahrskonzert | 2. Mai

Montag, 2. Mai 2022 | 20 Uhr | Mariahilfkirche München | Benefizkonzert für Wunschträume e. V.

Audrey Harris (Sopran) |  Gudrun Forstner (Orgel) |  Mary Ellen Kitchens (Leitung)

mit Werken u. a. von Vivienne Olive, Margaret Ruthven Lang, Isabella Leonoarda, Clara Schumann, Undine Smith Moore, Erna Woll, Daphna Rosenberg, Melanie DeMore, Diana Syrse und Michaela Dietl

Alle Infos unter https://mics-munich.de/de/

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“Komponistinnen” – Konzert & Film in Fürth | 30. April

Sa. 30. April 2022, 19:30 Uhr, Auferstehungskirche im Stadtpark Fürth (Nürnberger Straße 15, 90762 Fürth)

AUFERSTEHUNGSKONZERT: 23. Fürther Komponistinnenkonzert
Romantische Lieder, Klavier- und Kammermusik: mit Laura Demjan (Sopran), Marion Ludwig (Flöte), Anja Schaller (Violine), Michael Herrschel, (Erzähler), Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier & Leitung)

Frühlingsgefühle pur! Am Samstag, 30. April um 19.30 Uhr erklingen in der Auferstehungskirche im Stadtpark Fürth Liebeslieder, Klavier- und Kammermusik von vier fantastischen Komponistinnen der Romantik und des Impressionismus: Fanny Mendelssohn, Emilie Mayer, Mélanie Bonis und Lili Boulanger.

Ihre Werke werden leidenschaftlich interpretiert von Laura Demjan (Sopran), Marion Ludwig (Flöte), Anja Schaller (Violine) und Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier & Leitung). Michael Herrschel gibt dazwischen spannende Einblicke in die Biografien der Komponistinnen.

Karten für 12 (erm. 8) Euro gibt es bundesweit an allen Reservix-Vorverkaufsstellen https://shop.reservix.de/vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Passend zum Konzert zeigt am selben Abend um 21.15 Uhr das Babylon-Kino am Stadtpark (Nürnberger Straße 3, Fürth) den Dokumentarfilm Komponistinnen von Kyra Steckeweh & Tim van Beveren (ausgezeichnet mit dem Opus Klassik 2020). Auf den Spuren von Emilie Mayer, Lili Boulanger, Fanny Mendelssohn und Mélanie Bonis: „ein einfühlsames Portrait […] von atemberaubender Brillanz“ (Evangelische Sonntagszeitung). Dazu gibt es ein Einführungsgespräch mit der Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka. Kartenverkauf: an der Kinokasse.

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