HORIZONTE – GLORIA COATES

HORIZONTE – GLORIA COATES
Until all barriers have crumbled
Dienstag, 29. März 2016, 22:05-23:00 Uhr, BR-KLASSIK
https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-629306.html

Horizonte – die Sendereihe für Neue Musik auf BR-KLASSIK – beginnt mit Leben und Werk unseres Mitglieds Gloria Coates!

Gloria Coates, geboren 1938 in Wausau, Wisconsin, mit indianischen Wurzeln, und Robert Phillips geboren 1981 in Californien, mit weißem, bürgerlichen Background, trennt wahrscheinlich mehr als sie eint: verschiedenen Geschlechts, verschiedener Generation, verschiedener Sozialisation, aber beide Amerikaner_innen, beide Komponist_innen, beide seit geraumer Zeit in Deutschland lebend, Coates seit 1969, Phillips seit 2012.

Er, ein sogenannter digital native, operiert mit Computer und ‚found footage‘ gefundenem Material aus dem Netz, sie, eine Symphonikerin schreibt große Partituren für große Orchester: 16 Sinfonien und 9 Streichquartette unter anderem.

Zwei Komponist_innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Warum sperrt man sie in eine Sendung?

Weil sich über die Verschiedenheit dieser beiden Künstler_innen der Wandel in Funktion, Produktion, im Umgang mit dem Material, mit Gegenwarts- und Politik-Bezug beschreiben lässt. Während Gloria Coates sich der großen Form verschrieben hat und darüber Zusammenhänge konstruiert, erstellt Robert Phillips Ordnungen mit kleinen Schnipseln, die allen Zusammenhang zerstören.

Warum leben und arbeiten beide in Deutschland? Welchen Wert hat für beide der amerikanische Background? Welche Bedeutung hat Contemporary Music in den USA? Welchen Bezug sollte zeitgenössische Kunst – also auch die Musik – zur Gesellschaft und ihrer Politik in der Gegenwart haben?

Diese und andere Fragen sollen im gemeinsamen Gespräch erörtert werden.

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